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Friday,Jun 22 2007, 10:08:26 AMAlpentour August 2004
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Alpen 08/04
(695 photos)
Tagebuch der Alpentour im August 2004
Im August 2004 ging es dann noch einmal los, diesesmal wieder mit Frank B. nach bewährtem Konzept: Moppeds in den Bulli und ab nach München.
Diesesmal war unser Ziel die französischen Alpen.
Hier sind die Fotos der gesamten Tour -> Bilder <-
20.08.2004 (Fr) - 364,31km - 6h07:05 - Ø60,62km/h
Los ging es bei wechselhaftem Wetter mit dem Etappenziel Schweiz. irgendwo im Appenzeller Land wollten wunser erstes Quartier aufschlagen.
Die Route:
Grünwald - Straßlach - Hohen-Schäftlarn - Starnberg - Weilheim - Füssen - Pfronten - Grän - Oberjoch - Sonthofen - Fischen - Riedbergpass - Balderschwang - Hittisau - Alberschwende - Dornbirn - Götzis - Oberriet - Appenzell - Urnäsch - Schwägalppass - St.Johann - Wattwill - Ricken - Kaltbrunn - Reichenburg - Siebnen - Sattelegg - Willerzell
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Auf dem Riedberg:
21.08.2004 (Sa) - 394,79km - 6h38:18 - Ø60,30km/h
Unsere Tagestour führte uns zu den ersten großen Alpenpässen, darunter auch Klassiker wie den Furkapass. War zwar auch wieder etwas Wechselhaft, aber im großen und ganzen war das Wetter ganz gut.
Die Route:
Willerzell - Oberibergpass - Schwyz - Altdorf - Wassen - Andermatt - Furkapass - Ulrichen - Nufenpass - Airolo - St. Gotthard Pass - Andermatt - Oberalppass - Disentis - Chur - Bad Ragaz - Mels - Näfels - Siebnen - Sattelegg - Willerzell
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Das berühmte Hotel Belvedere am Furkapass (über den schon James Bond in "Goldfinger" fuhr... damals noch eine staubige Piste):

22.08.2004 (So) - 333,96km - 5h50:00 - Ø59,32km/h
Der folgende Sonntag sollte und weiter nach Frankreich bringen. Als Ziel suchten wir uns Charmonix aus. Die Route dorthin führet uns noch einmal über einige Schweizer "Klassiker". Das Wetter spielte auch zusehends mit und es wurde immer sonniger und auch wärmer!
In Charmonix angekommen fanden wir einen Campingplatz in Les Bessons, von dem man direkt auf die Ausläufer eines MontBlanc-Gletschers (Glacier des Bossons) blicken konnte. Was für ein Panorama!
Die Route:
Willerzell - Oberibergpass - Schwyz - Altdorf - Wassen - Sustenpass - Innerkirchen - Grimselpass - Gletsch - Ulrichen - Lax - Brig - Sierre - Sion - Martigny - Col de la Forclaz - Col de Balme - Col des Montets - Charmonix/Les Bossons
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Blick von der Abfahrt des Grimselpasses auf den ort Gletsch im Tal, auf der anderen Seite steigt der Furkapass hinauf:
23.08.2004 (Mo) - 476,77km - 8h07:27 - Ø59,49km/h
Mit herrlichem Sonnenschein begann der neue Tag. Unsere Tagestour sollte uns gleich zu einigen der bekanntesten französischen Pässe führen, darunter der höchste (wirkliche) Alpenpass überhaupt, den Col de Iseran und "Tour de France"-Klassiker wie den Col du Galabier oderde Col de la Madeleine.
Die Fahrt begann allerdings mit der Fahrt durch den fast 12km langen Mont-Blanc-Tunnel mit Marschtempo 60. Ist schon krass, eine Viertelstunde nur geradeaus durch die enge Dunkelheit zu tuckern. Im Gegensatz zu den meisten kürzeren Zwischentunnel an Pässen ist es hier nämlich ziemlich warm drinnen.
Schnell merkten wir, dass die französischen Alpen anders sind als unsere bisher besuchten Berge in Österreich und auch Italien. Alles ist eine Nummer gewaltiger hier, in der Höhe deutlich unwirtlicher... häufig fährt man oberhalb der Baumgrenze durch Geröll und Steinwüsten. Dazu an allen Ecken mächtige, schneebedeckte 4000er im Blickfeld.... Absoluter Hammer!
Die Route:
Charmonix/Les Bossons - Courmayeur - La Thuile - Col du Petit S.Bernard - Seez - Val d'Isere - Col de Iseran - Bramans - Modane - St. Michel - Col du Telegraphe - Valloire - Col du Galabier - Col du Lautaret - La Grave - Le Bourg d'Oisans - Allemond - Col du Glandon - St. Etienne - Col de la Madeleine - Bonneval - Albertville - Flumet - St. Gervais - Charmonix/Les Bossons
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Oben auf dem Galabier:

24.08.2004 (Di) - Regentag in Charmonix
Am Folgetag holte uns dann noch einmal das schlechte Wetter ein. Wir verbrachten den Tag dann touristenmäßig in Charmonix und setzten uns später am Campingplatz unter das Vordach einer Blockhütte neben unserem Zelt, welche unbenutzt war. So war es trotz der schlechten Ausgangslage doch noch ein netter Tag.
Die Wolken hingen teilweise bis zu uns ins Tal herab:

25.08.2004 (Mi) - 357,21km - 6h11:56 - Ø62,62km/h
An diesem Tage stand wieder ein Transit weiter Richtung Süden auf dem Programm. Es ging durch herrliche Berglandschaften und zunehmend auch durch immer mehr Schluchten (Gorges). Das ist ein weiterer Unterschied zu den uns vorher bekannten Alpen.... unglaublich viele, teilweise extrem enge Schluchten!
Des weiteren wurde es im Flachland zunehmend mediteraner und auch entsprechend wärmer, ein noch krasser Unterschied also, wenn es über die hohen Pässe geht!
Die Route:
Charmonix/Les Bossons – St. Gervais – Albertville – Aiton – La Rochette – Theys – Tencin – Grenoble – Vizille – Corps – Col du Festre – Gap – Espinasses – Barcelonette
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Wunderschönes Panorama unterwegs (Lac de Laffrey):
26.08.2004 (Do) - 447,90km - 8h04:48 - Ø57,01km/h
Am ersten Tag von unserer neuen Basis aus wollten wir gleich den grandiosen Grand Canyon de Verdon umrunden. Wie sich im Laufe der Tour herausstellen sollte, haben wir uns da gehörig mit dem Umfang vertan, zudem fuhren wir südlich aus unseren Karten "heraus", so dass wir uns nach der Umfahrung diese phantastischen Schlucht (die größte Europas) doch etwas orientierungslos waren. Plätzlich fanden wir uns an einer Kreuzung wieder, wo es nur noch 50km bis Nizza waren! :-o
Naja... irgendwann fanden wir unseren Weg wieder doch die Zeit lief uns inzwischen weg. Auf dem Rückweg wollten wir dann von St.Martin aus statt des schon gefahrenen Col de la Coyolle den Col du Champs vorziehen, doch irgendwie funktionierte das nicht. Wir fuhren lustig hinaus und folgten der Straße... irgendwann ging es wieder runter, was uns schon etwas verwunderte. Nach einer guten halben Stunde kamen wir genau an der Kreuzung in St.Martin raus, an der wir abbogen! Wir wissen bis heute nicht, wo wir die Abfahrt zum Pass verpasst (haha!) haben.... eigentlich ging es die ganze Zeit nur diese eine Straße entlang! So blieb uns nichts anderes, als wieder über den Coyolle zu fahren, was uns keine sonderlich tolle AUssicht versprach. Inzwischen war es nämlich schon ziemlich am Dämmern und wir hatten beide noch vor Augen, dass die Passstraße nicht gerade durch Qualität überzeugt und schon gar nicht mit Seitensicherungen glänzte! Größtenteils gibt es keine Randsicherung, oft nicht mal eine durchgehende Begrenzungslinie! So fuhren wir also im Dunklen über diesen Pass, teilweise im Schritttempo, aber lieber spät zum Zelt kommen als flott über die Böschung gehen. Naja, haben es heile geschafft... Dummerweise hatte kein Laden mehr auf, so mussten wir auch noch auf unser Ankommbier verzichten! Und an keinem anderen Tage hätte es so gut geschmeckt wie an diesem Tage! So blieb nur der Sprung unter die Dusche und ab in die Falle....
Die Route:
Barcelonette - Col de la Coyolle - St. Martin - Guillaumes - Enriez - Col des Toutes Aures - Vergons - Castellane - La Palud - Moustiers - Aiguines - Comps - Montferrat - Figanieres - Callas - Col du Bel Homme - La Bastide - Col de Valferiere - St. Auban - Entrevaux - Beuil - Guillaumes - St. Martin - (fast!) Col du Champs - St. Martin (!) - Col de la Coyolle - Barcelonette
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
An der nördlichen Straße um den Grand Canyon de Verson:
27.08.2004 (Fr) - 200,46km - 3h40:33 - Ø56,20km/h
Nach dem Höllentrip vom Vortag sollte diese Tagestour deutlich mehr Entspannung bringen, so wurde die Route bewusst deutlich kürzer gewählt! Wir wollten den höchsten befahrbaren "Alpengipfel" erklimmen (den Col de la Bonette mit 2802m, der eine Schleife um einen Berggipfel ist, knapp 80m oberhalb des eigentlichen Passes) und dann lässig und zeitig wieder ankommen.
Unterwegs lernten wir während einer Pause jemanden aus dem Schwarzwald kennen - ich habe inzwischen den Namen vergessen, peinlich - der wegen des schlechten Wetters in der Heimat nicht mit dem Mopped da war sondern mit seinem Cabriolet. Schnell kamen wir ins Gespräch und wie sich herausstellte, wohnten wir im gleichen Ort und er schien auch noch ein absoluter Kenner der Gegend zu sein. So verabredeten wir uns zum gemeinsamen Abendessen und tauschten Telefonnummern aus.
Ehrlich gesagt wussten wir anfangs nicht, ob er wirklich so ein "Experte" war oder einfach nur ein Dummschwätzer, aber dieser Zweifel sollte an dem Abend rasch verfliegen!
Die Route:
Barcelonette - La Sauze - Super Sauze - Jausier - Col de La Bonette - Col de Resteford - La Pra - St. Etienne - Isola - Isola 2000 - Col de la Lombarde - Sambuco - Argentera - Col du Larche - Jausiers - Barcelonette
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Auf dem "Dach" der asphaltierten Alpen:
28.08.2004 (Sa) - 397,33km - 6h51:48 - Ø59,52km/h
An diesem Tage stand die erste Etappe unserer Rückreise auf dem Programm, wir entschlossen uns bis zum Lago Maggiore zu fahren. Wieder ein ordentlicher Ritt, aber pures Urlaubsfeeling am Ziel. Warm, sonnig, überall Urlauber in Badesachen und Strandlook.
Die Route:
Barcelonette - Jausier - Col de Vars - Guillestre - Arvieux - Col d’Izoard - Briancon - Col de Gimont - Cesena - Oulx - Susa - Bussoleone - Almese - Col de Colombardo - Viu’ - Lanzo Torinese - Salassa - Ivrea - Biella - Gattinara - Arona
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
Oben auf dem Col d'Izoard:
29.08.2004 (So) - Ruhetag
Nach den zahlreichen Kilometern der letzte Tage gönnten wir uns noch einmal eine Pause. Die alternative wäre gewesen, noch eine weitere Zwischenstation bis München einzulegen, da der restliche Weg noch ziemlich beachtlich war. Aber wir blieben und genossen einen schönen sommerlichen Tag am wunderschönen Lago.
Ein Blick vom Ufer aus (allerings vom Folgetag bei der Rückreise):

30.08.2004 (Mo) - 520,27km - 8h09:35 - Ø64,95km/h
Die (lange) Rückfahrt teilten wir uns ein: Zuerst schön durch die Berge das Rheintal entlang und dann an ab Bodensee über die Autobahn bis München. Besonders reizvoll war dabei die Via Mala, wo sich der Hinterrhein tief in den Felsen gefressen hat! Je näher wir Deutschland kamen, desto schlechter wurde auch das Wetter wieder. Ab Lindau gings dann über die BAB, teilweise im Regen.... egal!
Kurz vor der Münchner Stadtgrenze (wir fuhren gerade von der Autobahn) bemerkte Frank einen Plattfuß hinten an seiner BMW. Wir fuhren langsam bis zur nächsten Tankstelle.... ein kleines, spitzes, Metallteil hat sich schön durch das Gummi gebohrt! Leider war das Loch zu groß, so dass der ReifenPilot es nicht abdichten konnte. So ließen wir die Maschine samt Gepäck an der Tankstelle zurück und fuhren mit meinem Bock gemeinsam zu unsere "Basis" nach Grünwald, tauschten die Maschine mit Franks Bulli und holten die BMW ab.
Etwas viel hin und her, aber im Prinzip hatten wir Glück, dass dieses Maleur erst so kurz vor dem Ziel passierte. Also trotz Panne ein versöhnlicher Abschluss!
Die Route:
Arona - Sesto Callende - Angera - Laveno - Luino - Bellinzona - Roveredo - Passo del San Bernadino - Splügen - Via Mala - Thusis - Chur - Landquart - Buchs - Altstätten - St. Margarethen - Bregenz - Lindau - BAB München - Grünwald
Hier die Tagestour - GoogleEarth (KMZ)
In der Via Mala, ein Treppe hinunter zum Rhein:
=> 3493km
Legende:
Die angegebene Fahrzeit und Durchschnittsgeschwindigkeiten sind Daten meines digitalen Fahrradtachos (Sigma BC1200). Es sind reine Fahrdaten, also sind keine Pausen bzw. Fahrstopps (z.B. rote Ampel) enthalten!
Bei den unterstrichenen Wegpunkte handelt es sich um Pässe.


