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Tuesday,Aug 21 2007, 09:40:43 AMAlpentour August 2007 Teil 1
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Alpen 08/2007
(250 photos)
Alpentour im August 2007 / Teil 1
Eins vorweg: Ich habe die maximale Zeichenanzahl eines Journals (30k Zeichen) beim Schreiben überschritten und musste den Reisebericht somit splitten. Hier also Teil 1! Zum zweiten Teil geht es hier entlang.
Nachdem die angedachte Sommertour mit Frank B. wegen Terminschwierigkeiten ausfiel habe ich mich kurzerhand im Forum von Hornet-Home "umgesehen", da ich auf eine richtige Urlaubstour auch 2007 nicht verzichten wollte.
Dort stieß ich in einem Threat zu Videos schnell auf DerDaniel, der neidvoll auf die Filme eines gewissen Halvar schaute. Dieser wiederum hatte schnell eine Einladung in seine schweizer Heimat ausgesprochen um eben diese gefilmten Strecken selber mal unter die Räder zu nehmen und der eingeladene zeigte auch Interesse. Somit klingte ich mich dort mal ein, ob dieses Thema noch aktuell war. War es, wie sich herausstellte!
Nach einer Termindurchsprache und Klärung der nötigen Parameter packten wir die Sache an! Da sowohl Daniel als auch ich uns einig waren, die lange Anreise ins schweizer Rheintal zu Heinz (aka Halvar) nicht auf 2 Rädern anzugehen entschlossen wir uns schnell zur Nutzung des Autozuges. Da unsere Reisezeit natürlich in den Ferien lag, war die gemeinsame Buchung nicht ganz so leicht. So reiste Daniel schließlich von Düsseldorf nach Innsbruck an und ich fuhr am gleichen Tag (08.08.2007) von Hildesheim nach München-Ost.
Hier ist das Fotoalbum der gesamten Tour -> BILDER <-
Die im Bericht verlinkten Filme (bei VideoTube) liegen auch alle noch in deutlich besserer Qualität und höherer Auflösung (VGA) vor. Bei Bedarf einfach eine eMail an mich.
08.08.2007 (Mi) - 155,4km
Da ich meine dunkles Sommervisier benutzte, musste ich relativ zeitig losfahren, um vor Einbruch der Dunkelheit in Hildesheim anzukommen. Somit machte ich gegen 15 Uhr Feierabend und fuhr dann auch gegen 18 Uhr los. Klappte auch soweit alles.... bis auf die Tatsache, dass mich so eine pennende Trulla mit ihrem alten Passat Kombi bei einem Wendemanöver fast abgeschossen hätte!
Die Route:
Bielefeld - Retzen - Rentorf - Niedermeien - Schwelentrup - Alverdissen - Barntrup - Bad Pyrmont - Bodenwerder - Scharfoldendorf - Alfeld (Leine) - Diekholzen - Hildesheim
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ
09.08.2007 (Do) - 379,75km - 6h15:45 - Ø61,80km/h
Am folgenden Morgen kam ich pünktlich in München an. Vor und während des Frühstücks konnte ich mich auch noch mit meinen Mitreisenden bekannt machen. Zwei österreichische Mädels und ein junges, dänisches Paar (auch mit Motorrad), die allesamt schon schliefen (Abfahrt war in Hamburg-Altona), als ich mein Abteil in der Nacht in Hildesheim betrat.
Frisch entladen ging es zugleich los Richtung unseres Treffpunktes außerhalb von Innsbruck. Wir hatten eine ESSO-Tankstelle an einer Ausfahrt der Inntal-Autobahn gewählt, von der es recht direkt zum Kühtaisattel hochging.... unser erster Pass!
Etwas verspätet kam ich dort an, doch von Daniel keine Spur. Aber eine SMS gab es: Er wäre jetzt da, allerdings nicht an einer ESSO-Station, sondern an einer Tankstelle von BP! Nur gabs bei mir weit und breit keine solche Tanke. Die Kassiererin von ESSO kannte auch keine Station in der Nähe, also fuhr ich erst einmal Richtung Ortskern. Inzwischen hatte mir Daniel den Straßennamen geschickt....nur dummerweise kannte mein Navi eine solche Straße in diesem Dorf nicht und ebensowenig im nächsten Kaff. Also musste die Sache telefonisch geklärt werden. Auf Daniels Frage an einen Mitarbeiter "seiner" BP-Tanke "In welchem Dorf bin ich hier?" hörte ich die Antwort selber: "Innsbruck!". OK, das mit dem Treffen war dann nicht ganz so einfach.... inzwischen kam auch schon eine Nachricht von Heinz, dass er etwas früh ist und schon den Treffpunkt in Imst erreicht hat! Somit habe ich Daniel (dank Navi) zunächst in Innsbruck abgeholt um dann gemeinsam über den besagten Kühtaisattel nach Imst zu fahren. Unterwegs verschlechterte sich das Wetter allerdings, so dass auf der Passhöhe dann Regenkombi angesagt war.
Heinz (inzwischen über unsere Verspätung informiert) war zum Glück nicht untätig und hat in der Gegend derweil einige nette Straßen abgefahren bis wir am Treffpunkt eintrafen. Nach einem kurzen Hallo machten wir uns gleich weiter auf den Weg in die Schweiz. Das Wetter blieb regnerisch, aber das sollte uns nicht weiter stören!
Über Hahntennjoch, Hochtannberg und Furkajoch erreichten wir dann das Rheintal und kurz später rollten wir bei Heinz und Judith auf den Hof.
Nach kurzer Bekanntmachung wurde im Garten sogleich der Grill angefeuert und Daniel wurde im Lande Wilhelm Tells von Kevin in die Kunst des Armbrustschießens eingeweit! Frage an dieser Stelle: Ist der verschwundene Pfeil inzwischen wieder aufgetaucht???
Daniel im Stile von Wilhelm Tell:
Die Route:
München - Bad Tölz - Wallgau - Seefeld - Kematen - Innsbruck - Götzens - Kühtaisattel - Imst - Hahntennjoch - Steeg - Hochtannbergpass - Au - Furkajoch - Rankweil - Meiningen - Rüthi
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ
10.08.2007 (Fr) - 379,14km - 6h27:33 - Ø59,90km/h
An diesem Tage stand eine schöne 3er Runde über einige Pässe der Ostschweiz an. Nach einem (wie in den Folgetagen auch) wunderbaren Frühstück machten wir uns unter Heinz' Leitung auf Richtung Schwägalp. Von dort aus gings zurück in Rheintal und ein Stück durch Lichtenstein und über den Luzisteig weiter nach Chur. Dann wurde die Richtung Tiefencastel eingeschlagen um von dort zum Albulapass zu kommen. Bekannt ist diese Strecke vor allem durch den wahnwitzigen Verlauf der Eisenbahnstrecke, die in diversen Steigschleifen und unzähligen Tunnels und Brücken an Höhe gewinnt. Irgendwie ist auf der Auffahrt dann der Begriff des "frankischen Überholmanövers" entstanden, was mir zumindest den nötigen Vorsprung verschaffte, um meine beiden Mitfahrer bei ihrer Ankunft an meiner Raststelle im Bilde festzuhalten. Teile dieser Strecke sind hier im Film zu sehen.
Im Engadin angekommen ging die Runde durch St. Moritz (wo sich selbst die Benzinpreise dem finaziellen Niveau der Besucher anpasst!) zurück über den Julierpass nach Tiefencastel und weiter über Thusis in die bekannte Via Mala-Schlucht. Wirklich immer wieder beeindruckend, wie tief sich hier der Hinterrhein ins Gestein gegraben hat! Der Rückweg führte uns dann recht direkt wieder nach Rüthi, wo ein Blick auf meinen Hinterreifen keinen guten Anblick versprach. Das Gummi hatte sich in den letzten beiden Tagen doch deutlich mehr aufgelöst als ich vermutet hatte. Entweder unterscheidet sich der Metzeler Roadtec Z6 im Verschleiß doch vom (vorher gefahrenen) Pirelli Diablo Strada, oder mein Stil hatte sich innerhalb dieses "Reifenlebens" geändert. Fakt war, dass der Z6 etwa 1000-1500km vor dem Strada am Ende war und ich so nicht mehr wirklich weiter fahren konnte! Zunächst empfing uns Judith aber (wieder einmal!) mit einem leckeren Abendessen!
Da die Reifenpreise in der Schweiz (wie die meisten anderen Dinge) deutlich über dem Niveau in Deutschland liegen, schaute wir uns abends noch nach Reifenhändlern um. Erste Wahl war ein Honda-Händler in Weiler im Allgäu. Da der Geschäftstag inzwischen vorbei war, blieb nur die Hoffnung auf den nächsten Tag, dass dieser mir auch neue Reifen aufziehen kann.... und zwar am gleichen Tag noch!

Die Route:
Rüthi - Altstätten - Urnäsch - Schwägalp - St. Johann - Gams - Balzers - Maienfeld - Chur - Tiefencastel - Albulapass - St. Moritz - Julierpass - Tiefencastel - Thusis - Via Mala - Rhäzüns - Chur - Meienfeld (Heidi!) - Haag - Rhüti
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ
11.08.2007 (Sa) - 296,65km - 5h08:16 - Ø59,09km/h
Der Tag begann mit dem Anruf bei Motorrad Gruber in Weiler/Allgäu. Habe mein "Problem" geschildert und meine Reifendimensionen durchgegeben. Die gegenseite wollte die Verfügbarkeit am Lager klären, also in einer Viertelstunde noch einmal anrufen. Gesagt, getan.... mit guter Nachricht! Sie haben eine passenden Satz Z6 am Lager. Allerdings sollte ich möglichst vor 11 Uhr vorbeikommen, damit der entsprechende Mechaniker noch im Hause ist. Also kurzerhand das Frühstück an dieser Stelle abgebrochen und ab in den Sattel.
Kurz vor 11 Uhr rollten Daniel und ich dann in der Tat auf den Hof von Moppedhaus. Hatte unterwegs wieder mäßig angefangen zu regnen, so freute ich mich schon auf eine Reifeneinfahrphase bei pitschnasser Fahrbahn! Egal, daran sollte es dann auch nicht scheitern und ich war heilfroh, so spontan noch einen Termin bekommen zu haben. Herzlichen Dank nochmal an die Werkstatt somit von dieser Stelle!
Der rettende Reifenwechsel:
An dieser Stelle sei noch Daniels schrauberischer Einsatz mit höchstem Lobe erwähnt. Bevor der Fachmann am Start war fing er sofort an, das Hinterrad auszubauen um die weiteren Kosten möglichst minimal zu halten. Weder die nassen Klamotten noch der zutage tretende ölige Schmutz konnte ihn von diesem noblen Vorhaben abhalten. Höchsten Respekt!
Für die Rückfahrt nach Rüthi wählten wir einen Schlenker über die dt. Alpenstraße (B308) bis Sonthofen und dann über den Riedbergpass in den Bregenzer Wald. Zurück in der "Urlaubsheimat" wurde kurz Bericht erstattet und danach sollte es noch zu einer kleinen Runde weitergehen. Über Rankweil gings erst über den Dünserberg und zurück übers Furkajoch. Teile dieser Etappe sind hier zu sehen.
Abends gabs zum üblichen Bierchen.... richtig!.... lecker Abendbrot! In keinem Hotel hätten wir es besser haben können....!
Am Faschinajoch:
Die Routen:
Rüthi - Altstätten - Au - Lustenau - Hard - Bregenz - Neuhaus - Weiler i.A. - Oberreute - Immenstadt - Fischen - Riedbergpass - Balderschwang - Hittisau - Dornbirn - Götzis - Rankweil - Meiningen - Rüthi
Rüthi - Meiningen - Rankweil - Übersaxen - Blons - Faschinajoch - Furkajoch - Rankweil - Meiningen - Rüthi
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ
12.08.2007 (So) - 534,50km - 8h18:43 - Ø67,25km/h
An diesem Sonntag stand unsere "Königsetappe" in der Schweiz auf dem Programm: Ein Runde über Klausen-, Susten-, Grimsel- und Furkapass! Leider hatte sich Heinz schon am Tag vorher ausgeklingt, da sein Vorderreifen auch das Verschleißmaß erreicht hatte und er als Insider weiß, dass gerade am Wochenende und an den bekannten Pässe gerne mal die Pozilei ein paar Kontrollen durchführt.
Der Tag begann gut und wir starteten zeitig, um uns noch mit Achim (aka Luftpumpe aus dem Hornet-Forum) oben auf dem Grimselpass zu treffen. Er war mit Frau auf dem Rückweg vom Gardasee und somit kreuzten unsere Routen sich fast zwangsweise. Eine gute Gelegenheit, einen weiteren "Bekannten" mal persönlich zu treffen!
Schnell merkten wir unterwegs (beim Klausenpass), dass unser Zeitplan etwas eng war und gerade der sonntägliche Verkehr (samt Heinz' Polizei-Wochenendwarnung!) ein übriges tat. Zum Sustenpass wollte Achim nicht mehr kommen (sein Quartier war zwischen diesen beiden Pässen geplant), so schien das Treffen leider auszufallen. Der erste Teilabschnitt ist hier (Klausenpass rauf) und hier (runter) zu sehen.
Bei der Auffahrt zum Sustenpass durchs Meiental (mit den herrlichen mal langestreckten und mal kurzen Kurven) liesen wir es sehr besonnen angehen, um nicht in eine Radar/Laserfalle zu treten, als plötzlich eine nackte 1000er Suzuki SV an uns vorbei donnerte. Prima! Wir fuhren nicht mehr vorne an der Laserfront.... also hinterher! Was war das für ein geiler Ritt! Der einheimische Kollege kannte die Strecke anscheinend recht gut und so konnten wir uns wunderbar ziehen lassen! Was hat das Spaß gemacht!!! An späterer Stelle konnten wir uns bei einer Vorbeifahrt für den Geleitzug noch bedanken. Das Filmchen dieses Abschnittes gibts hier.
Am Ortsausgang von Innertkirchen machten wir einen Tankstopp und beim Blick auf die Karte dachte ich mir, eigentlich müsste der Achim auch irgendwann hier lang kommen. Kaum zu Ende gedacht und den Blick wieder von der Karte genommen stand eine blaue 6er Honet S vor meinen Augen.... Sie waren es wirklich! Manchmal muss halt der Zufall helfen.
Treffen mit Luftpumpe samt Frau:
Nach der unerwarteten Zusammenkunft konnten wir uns den beiden letzten großen Pässen widmen. Zuerst ging es den Grimselpass hinauf, vorbei an imposanten Seen mit gewaltigen Staumauern. Den Film zum Pass gibts hier. Ein weiteres Highlight stand an der Kreuzung in Gletsch vor uns: Zwei alte 6-Zylinder Honda CBX1000! Die erste mit 6-2 Anlage, die zweite mit satten 6 Endrohren.... PORNO!
Und dann Hut ab, wie flott die beiden den Furkapass hochgejodelt sind auf ihren dünnen Reifchen, Schwabbelfahrwerk und Klötzchenbremse... alle Achtung. Immer schön mit Handzeichen vorm Überholen (wegen mangelnder Blinker). Was für eine Soundfanfare, da wollte man gar nicht überholen! Da die beiden auch flott losfuhren und wir dieses Schauspiel nicht verpassen wollten, hatten wir leider auch keine Zeit mehr, die Kameras startklar zu bekommen. Nach der Passhöhe habe ich aber zumindest Teile der Abfahrt und der Schöllenen Schlucht im Video festgehalten.
Zurück ging es dann ein Stück am wunderschönen, türkisgrünen Vierwaldstätter See entlang und weiter über Schwyz zum Südufer des Zürichsees. Von dort weiter nördlich Richtung Wattwill.
Plötzlich bemerkte ich, dass Daniel aus meinen Rückspiegel verschwunden war (eine eher untypische Angelegenheit!). Einer kurze Pause folgte die Wende und wenige hundert Meter zurück fand ich den Tourenpartner am Straßenrand: Das Hinterrad mache fiese Quietschgeräusche. Eine kuze Hörprobe bestätigt das.... ganz fiese Geräusche. Schnell werden wir uns einig, dass das rechte Radlager hinten wohl den Geist aufgegeben hat. Also mal flott beim ADAC Meldung machen. Die wollten dann kurz später zurückrufen und so kam es auch. Mit der Erkenntnis, dass Daniel "nur" eine normale Mitgliedschaft hat und Schadensfälle im Ausland damit nicht abgesichert sind. Die besorgen einem wohl Hilfe, aber die muss man selber zahlen. Zum Glück habe ich eine PLUS-Mitgliedschaft und so konnte der netten Stimme am anderen Ende schnell erklärt werden, dass ich beim "Schadensfall" gefahren bin. Alles im Lot, ein Abschleppwagen kommt dann....
Langsam machte mir die Uhrzeit etwas Sorgen, weil die Dunkelheit nicht mehr lange auf sich warten lassen wird und ich mit meinem dunklen Visier in der Gegend herum stehe. Egal, dann muss es halt bei der Rückfahrt offen bleiben!
Heinz setzte derweil in Rüthi auch alle Räder in Bewegung, um das Problem schnell aus der Welt zu schaffen. Von ihm erfuhrenwir auch, dass in der Schweiz die Moppedschrauber in der Regel Montag geschlossen haben (nat toll!), er aber vielleicht über die Firma so ein Lager besorgen könne und wir es halt selber wechseln.
Irgendwann kam dann auch der Abschleppwagen des schweizerischen ADAC-Partners und lud die quietschende Hornet auf. Allerdings machte uns der Fahrer schnell klar, dass er die Maschine sicher nicht bis ins Rheintal bringen könne, sondern laut Statuten nur bis zur nächsten Werkstatt. Diese (in Schmerikon) würde aber wohl am folgenden Montag geschlossen haben (was sich auch als richtig herausstellte). Aber da er eh weiter Richtung Zürich muss, könne er uns zu einer Schrauberei in Pfäffikon bringen, die wohl Montags geöffnet hätte.
Na langer Fahrt (über die Autobahn und für uns in die falsche Richtung!) kamen wir bei besagter Werkstatt an, die sich übrigens im Nachbarort Bäch befand. OK, zumindest hatten wir eine Werkstatt die am kommende Tag geöffnet hatte.
Dummerweise war es inzwischen fast 23 Uhr (selbstredend natürlich stockdunkel) und wir waren gute 100km von Rüthi entfernt. Der Abschlepper meinte noch, wir sollen besser über die Autobahn zurück, nachts würde eigentlich eher selten kontrolliert. Das war uns aber zunehmend egal und so stimmten wir bereitwillig ein. Zumal die überwiegend gerade Autobahn auch des Nachts einigermaßen gut mit verdunkeltem Visier befahrbar war! Daniel versteckte noch fix seinen Tankrucksack im "verwilderten" Grundstück gegenüber und ab ging es.Eine gute Stunde später kamen wir dann geschlaucht an.... Heinz war noch immer wach und empfing uns mit einem kühlen Bier. Ein wahrer Freund!
Auf dem Hof der Werkstatt in Bächs: 
Die Route:
Rüthi - Gams - St. Johann - Willerzell - Ricken - Schänis - Glarus - Klausenpass - Silenen - Sustenpass - Innertkirchen - Grimselpass - Gletsch - Furkapass - Andermatt - Silenen - Flüelen - Schwytz - Ibergpass - Willerzell - Sattelegg - Lachen - Uznach - (Panne) - Schmerikon - (Autobahn) - Pfäffikon - Bäch - (Autobahn via Sargans) - Rüthi
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ
13.08.2007 (Mo) - 188,55km - 3h24:22 - Ø56,40km/h
Heute sollte eigentlich der Tag der Weiterfahrt Richtung Dolomiten sein.... daraus wurde natürlich nichts. Somit find der Tag reichlich entspannend an, mit Ausschlafen! Da die Werkstatt erst um 13 Uhr öffnete brachte falsche Hektik eh nichts. Als wir dann endlich aus den Schlafsäcken krochen hatte Judith schon wieder Frühstück aufgefahren.... was wurden wir verwöhnt!
In seiner Mittagspause kam Heinz zum Essen mit der Nachricht, ein passendes Lager über seine Firma in Bad Raganz ausfindig gemacht zu haben. Im Notfall hätten wir es also dort abholen und direkt zur Werkstatt bringen können. Das war ja schon mal ein sehr guter Plan B! Um 13 Uhr dann der Anruf bei der Werkstatt. Der Schrauber hatte das passende Lager nicht da, war aber zuversichtlich es am selben Tag noch zu besorgen und die Maschine wieder flott zu kriegen. Wir sollten um 16 Uhr nochmal anrufen. Die Zeit bis dorthin verbrachten wir im Internet und berichtet ausgiebig im Forum.
16 Uhr kam.... und die Nachfrage war erfolgreich! Ja, ein lager ist beschafft und wir können die Maschine heute noch abholen, allerdings nicht vor 18 Uhr. Da wir diesesmal (dank Helligkeit) nicht über die illegale) Autobahn bügeln wollten machten wir uns schon kurz später auf den Weg. Nach kurzer Eingewöhnung meines Fahrstils (habe ich überhaupt einen?) schien es sogar Daniel hinten auf dem Sozius Spaß zu machen. Wir kamen an und die rote Amorphia stand schon wartend draussen vor der Tür. Also alles wieder bestens! Der Schrauber zeigte uns noch das alte (völlig zerstörte) Lager und berichtete, dass er es rausscheissen musste. Ach ja, die Kette hätte er auch gleich noch nachgespannt (sieht an dieser Stelle noch nach einer kleinen Randnotiz aus, sollte aber noch deutlich an Bedeutung gewinnen!). Also flott bezahlt, den Tankrucksack aus dem Gestrüpp geborgen und ab zurück nach Rüthi!
Die Route:
Rüthi - Altstätten - Eggerstanden - Urnäsch - Hemberg - Wattwill - Ricken - Rapperswill - Bäch - Lachen - Uznach - Wattwill - Hemberg - Schonengrund - Hundwil - Appenzell - Eggerstanden - Rüthi
Gefahrene Strecke als GooglEarth - KMZ


