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Monday,Oct 27 2008, 12:12:32 PMAlpentour August 2008 / Teil 3

Alpentour August 2008 / Teil 3

Wer durcheinander gekommen ist: Teil 1 gibt es hier und der 2. Teil ist hier zu finden.

 

Dienstag, der 19.08.

An diesem Tage stand noch einmal eine Tagestour an. Wir fuhren in die Berge zwischen den Comer- und dem Gardasee. Die Tour entwickelte sich leider nicht so ganz wie erwartet. Die Straßen waren wieder deutlich kleiner und enger als erwartet und zumdem häufig mit rechrt schlechtem Asphalt. In einer Pause verkürzten wir die Planung dann doch deutlich. Eigentlich wollten wir bis zum Lago d'Iseo, aber das ließen wir dann mal bleiben. Nach den langen Touren am Anfang wollten wir nicht wieder 8h und länger im Sattel sein, sondern mal zeitiger zurück kommen und den kommenden Abend mit einem Sprung in den See abschließen! Also strichen wir diverse Wegpunkte und fuhren im Anschluss einige km der Strecke zurück. Und schon änderte sich das Streckenbild ins positive! Die Strecken wurden flüssiger zu fahren, der Belag war deutlich besser und der Spaß stieg auch an. Kurz vor Ende ging es noch über den Passo San Marco, der uns bis auf 1985m führte. Eine wirklich schöne Strecke! Diese entpuppte sich allerdings als Rennstrecke der örtlichen Motoristi, so das wior doch recht flott den Berg herauf "gescheucht" wurde und wir sogar überholt wurden! Ich war wohl vorne fahrend der bremsende Faktor (mit abgefahrenen Vorderreifen, der zudem ein anderer war als der neue hintere), so dass dann irgendwann die Grenze des "Wohlfühlfaktors" für mich erreicht war und ich dann zumindest Daniel nicht länger aufhalten wollte, so konnte er sich an die heimischen Flitzer hängen.

Wieder beim Camping angekommen holten wir uns vorher noch im Supermarkt etwas flüssige Verpflegung und Daniel kümmerte sich um Insektenschutz. Danach wollten wir doch mal das Seewasser testen! Diese stellte sich dann doch als kühler als erwartet heraus, weil die Luft doch den ganzen Sommer recht warm ist. Aber gut, ist dann doch irgendwie ein Bergsee, der mit sehr kaltem Wasser aus der Höhe gespeist wird. Egal, somit war's eine feine Erfrischung!

Die Tagesfotos sind ab hier zu sehen.

 

Pause unterwegs und Ausblick ins Tal nach dem Passo San Marco:

   
 

 

Die Tagestour ging über 231,97 km (4h08:58 min - Ø 56,68 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Campo - Colico - Dorio - Taceno - Moggio - San Giovanni Bianco - Ambria - Ascensione - Trafficanti - Amora - Tagliata - Dossena - Antea - Camerata Comello - Piazzola - Passo San Marco - Morbegno - Delebio - La Piazza - Campo

Die Route und das Streckenprofil:

 

 

Mittwoch, der 20.08

Dieser letzte Tag vor unsere Abreise sollte dann noch einmal der Entspannung dienen. Ein richtiger Urlaubstag mit Auspennen, am Stand liegen und baden stand auf dem Programm. Da unser Campingplatz sowohl von Bäumen als auch von den hohen Bergen drum herum gut vor der Morgensonne geschützt war, hat das mit dem Ausschlafen auch prima funktioniert. Nach dem Frühstück stand dann noch etwas Herumdösen und Pennen auf dem Programm. Im Laufe des Nachmittags packten wir dann unsere Badesachen und gingen einige hundert Meter über Radweg (in Italien!) an der Eisenbahnlinie entlang, wo dann ein Kiesstrand im Mündungsbereich eines (im Sommer trockenen) Flussbettes lag. Der Besuch dauerte allerdings nicht wirklich lange, da besagter Strand über gar keinen Schatten verfügte und wir nicht vor hatten, uns am letzten tage noch einen fetten Sonnenbrand einzufangen....

Also gingen wir zurück zum Campingplatz um dort zu baden. Eigentlich ist dort ja auch alles ideal: Direkt vorm Zelt hatten wir eine Bank stehen, seitlich ging es flach ins Wasser und einige Meter weiter im See schwamm ein Bade-Floß. Als wir wieder ankamen hatten wir inzwischen neue Nachbarn bekommen: 3 Leutchen aus Baden-Würtemberg (Vater samt Tochter und Schwager) und jemand aus Schleswig-Holstein, allesamt tourenmäßig perfekt mit dicker BMW-GS unterwegs. So bestand der Nachmittag aus Baden und entspannen, wior lernten uns etwas kennen und beschlossen dann auch, am Abend gemeinsam zu essen. Der Abend wurde sehr lustig, nach feiner Pizza und Wein gesellte sich noch jemand aus BW hinzu, der ein Zimmer im Restaurant/Hotel hatte. So endete der Abend später als gedacht mit Bierchen vor den Zelten.

Die Bilder von diesem Tage gibt's ab hier.

 

Ausblick aus dem Zelt und ein Foto vom Abend:

   

 

 

 

 

Donnerstag, der 21.08.

Der Tag unserer Abreise war gekommen, also packten wir alle (auch unsere Nachbarn fuhren weiter bzw. zurück) zusammen und machten unsere Moppeds starklar. Da wir ein ordentliches Stück Strecke bis München vor uns hatten, trödelten wir auch nicht lange rum. Nach dem Auschecken ging's noch flott bei dem kleinen Lebensmittelladen vorbei um alle nötige für's Frühstück zu besorgen. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung Norden. Bis Chiavenna war das mehr Kolonnenfahren, auch der Rückstau bis zur "entscheidenden" Kreuzung im Ort war schon beeindruckend. An dieser Stelle geht es für den Großteil des Fernverkehrs Richtung Malojapass und St. Moritz ab. Danach wurde die Fahrt angenehmer, weil die Straßen enger und auch leerer wurden. Unterwegs überholten wir dann noch unsere süddeutschen Nachbarn und schon näherte sich die abenteuerliche Südrampe des Splügenpasses. Korkenzieherartig schraubt sich am Ende des Tals die Straße nahezu senkrecht nach oben, zulässige Fahrzeuglänge max. 5m, das sagt wohl schon alles aus. Neben den extrem engen und auch steilen Kehren verlaufen viele der Kurven in engen, einspurigen und unbeleuchteten Tunnels, die zudem meist relativ feucht sind. Immer wieder atemberaubend....

Splügenpass, der senkrechte Blick nach unten und sowas wie eine Totale....

   

 

 

 

 

Oben angekommen öffnet sich die enge Straße in eine weite Ebene, die auch einen recht großen See beherbergt (Lago di Montespluga). Hier machten wir unseren Frühstücksstopp mitten in der Natur. Die Wolken hingen nur geschätze 100m über uns an den Bergen fest, aber es trocken... wenn auch recht kühl. Gerade hatten wir unsere Paninis belegt, kamen unseren Nachbarn auch wieder vorbei und verabschiedeten uns noch einmal mit einem kleinen Hupkonzert und freundlichem Winken. Etwa eine halbe Stunde später setzen wir unsere Reise fort und erklommen die letzten Meter und Serpentinen zur Passhöhe. Hier oben ist auch gerne mal eine Wetterscheide (so im August 2006 erlebt), aber dieses mal hatten wir Glück. Auch im Tal auf schweizer Seite lachte wieder die Sonne! So fuhren wir weiter dem jungen Rhein folgend durch die Via Mala-Schlucht bis Thusis und von dort weiter über Davos nach Österreich. Ursprünglich war noch ein Abstecher nach Samnaun angedacht, den ließen wir aber ausfallen. Bei den kleinen Moppedtanks spart man auch nicht so viel beim Tanken...

An diesem letzten Tag habe ich die Filmkamera noch einmal bemüht, das Ergebnis ist hier (Film1 und Film2) zu finden.

Ein junger und sehr ambitionierter österreichischer Grenzer befragte uns dann noch etwas intensiver, ob wir denn nun wirklich gar nichts in der Schweiz gekauft hätten... Wo bitte hätten wir unser "Schmuggelgut" auch lassen sollen?! So ging es dann flott weiter durchs Inntal... so flott, dass wir die Abfahrt zur Piller Höhe ganz verpassten! Egal, da oben war ich auch schon zwei mal und somit war auch das zu verschmerzen. Kurz vor der Grenze nach good old Germany tankten wir die Maschinen noch einmal voll und machten dann auch kurz darauf eine Pause. Daniel (und ich auch) konnte wieder seine Telefon-Flatrate nutzen und das taten wir dann auch!

Nur kurze Zeit später verließen wir die Alpenregion, etwas Wehmut kam doch auf, als das Gelände langsam aber sicher flacher wurde und die Berge im Rückspiegel verschwanden. Weiter ging es Überland bis München, wo wir die restliche Zeit noch nutzen, um uns für den Abend zu versorgen. Die Maschinen waren schnell verladen und wir bezogen unsere Abteile, die Wagen stehen im Startbahnhof ja doch schon lange vor der Abfahrt bereit. So gab es noch das eine oder andere Schlussbierchen und die Fahrt konnte beginnen.

Die letzte Pause in den Bergen und am Bahnsteig:

   

 

Diesesmal hatten wir getrennte Abteile, aber zumindest waren diese im selben Wagen und nicht weit auseinander. Ich hatte wieder Glück mit der Belegschaft, während Daniel die Niete des Tages gezogen hatte: Ein Parade-Rentnerpaar was nichts lieber tat als über wirklich alles zu meckern, was sie auch ausgiebig taten. Naja, Augen zu und durch halt... Bei mir blieb eins der 5 Betten frei, der Mitfahrer des einen Abteilnachbarn hatte sich in den Dolomiten hingeschmissen und ist war die Heimfahrt schon lange vorher mit einem Mietwagen angetreten. So konnten die Mittelbetten eine Stufe höher eingestellt und als Gepäckablagen benutzt werden.

Die Fotos von diesem letzten Urlaubstag sind ab hier zu sehen.

 

Die Tagestour ging über 421,02 km (6h28:05 min - Ø 66,71 km/h), hier für GoogleEarth (KMZ): Campo - Chiavenna - Splügenpass - Thusis - Tiefencastel - Davos - Flüelapass - Scuol - Pfunds - Imst - Fernpass - Ehrwald - Garmisch-Patenkirchen - Murnau - Weilheim - Starnberg - München

 

Die gefahrene Route und das Streckenprofil:

 

 

Freitag, der 22.08.

Der Tag begann sehr zeitig (die Strecke ist halt nicht so lang) und wie könnte es anders sein in der "kalten Heimat"? Richtig... mit Regen! :-(

Somit war die Frage nach der Heimfahrroute auch schnell geklärt. Bei dem Wetter hatte ich keine wirkliche Lust den Weg über Land zu nehmen. Zumal bei den nassen Straßen der inzwischen ebenfalls recht abgefahrene Vorderreifen auch nicht gerade ideal war. Somit war Kilometerfresser via Autobahn angesagt. Danie hatte das eh vor, da zwischen Düsseldorf und Bochum jetzt auch nicht so die tollen Strecken sind, die man unbedingt fahren muss. Also hatten wir den ersten Teil bis hinter Wuppertal noch zusammen, dann trennten sich unsere Wege.

Da ich recht früh dran war und auch nicht "vorm Frühstück" zuhause aufkreuzen wollte, fuhr ich noch fix bei meinen Eltern vorbei. Die sind ja immer froh und beruhigt, wenn man wieder heile zurück ist.

So tauchte ich dann, immer noch im Nassen, gegen 11 Uhr wieder zuhause auf.... der Urlaub war jetzt wirklich vorbei. :-(

Die Tagestour ging über 193,12 km (2h19:11 min - Ø 84,94 km/h). Die gefahrene Route und das Streckenprofil:


 

Der gesamte Urlaub umfasste zusammen 3840 meist herrliche Kilometer.

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